Out In The Light

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Martin Ebner, Katja Eydel, Klaus Weber
Out In The Light
Video, 17 min., stereo
D, 2008

Berlinale / Forum Expanded 2009

Out In The Light ist ein eigenlogischer experimenteller Videofilm. Er folgt in seiner Konzeption der schwer zu erkennenden Linie zwischen menschlichem Bewußtsein und dem vertrauensvollen Eingehen eines möglichen Kontrollverlustes und befindet sich in einer heiteren Stimmung der zuversichtlichen Hingabe an die nahe Zukunft. Mehrere Figuren "erscheinen", darunter auch unterschiedliche Tiere, sie führen quer durch die Zeitlinie einen inneren Dialog. Ein wichtiges Thema dabei ist die Erfindung des ersten Ortes für Geisteskranke, 85 Meter unter der Erdoberfläche, in einer unterirdischen Stadt des 5. Jahrhunderts, in der die Menschen sich vor der totalitären Unterdrückung verstecken, doch selbst Unterdrückung zum konstitutiven Element werden lassen.

... In Out In The Light von Martin Ebner, Katja Eydel und Klaus Weber fordern nichtlineare Strukturen die Psyche und den schmalen Grat von Phantasmen und Realitäten. Während einer gemeinsamen Reise durch die Türkei sammelten die drei unabhängig voneinander Filmmaterial. Entstanden ist so ein verstörender wie spannender Film über das Erinnern: Nachdem ein Komet auf die Erde fällt, verschwinden zunächst die Tiere, dann die Menschen. Eine Gottesanbeterin, auf der Hand Gottes sitzend, spricht von einer riesigen Psychatrie unter der Erdoberfläche. Aus dem Loch, das der Komet gerissen hat, scheint dabei etwas zu strömen, das sich nicht benennen lässt. Es ist mehr als Magnetismus und weniger als Zeit. Ein magazinartiges Psychogramm menschlichen Kontrollverlusts, in dem die BetrachterInnen auch mit ihrer eigenen Erinnerung zu kämpfen haben. ... (TAZ, Februar 2008)

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